10 // Generationenberatung Alles automatisch geregelt? Ein Irrtum. Familie Ettinger hatte sich lange kaum mit dem Thema persönliche Vorsorge beschäftigt. „Wir waren der Meinung, dass Ehepartner im Ernstfall automatisch alles entscheiden dürfen“, erzählt die Familie. Ein Irrtum, wie sich herausgestellt hat. Begleitet wurde die Familie von Daniel Geyer, Generationenberater der Raiffeisenbank im Donautal. In der Beratung geht es um vier zentrale Bereiche der persönlichen Vorsorge: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Pflege oder Elternunterhalt sowie das Testament. „Viele schieben das Thema vor sich her, weil es emotional ist oder man glaubt, noch zu jung dafür zu sein“, erklärt Daniel Geyer. „Dabei betrifft persönliche Vorsorge gerade Familien mit Kindern oft früher, als man denkt.“ Wer kümmert sich um die Kinder, wenn Eltern plötzlich ausfallen? Wer darf Entscheidungen treffen, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Generationenberatung der Raiffeisenbank im Donautal – und unterstützt Familien dabei, frühzeitig wichtige Vorsorge zu treffen. Heute regeln, was morgen wichtig werden kann Wenn nichts geregelt ist Was viele nicht wissen: Ohne Vorsorgevollmacht dürfen selbst Ehepartner nicht automatisch füreinander entscheiden. Im Ernstfall wird häufig ein gerichtliches Betreuungsverfahren notwendig. Das bedeutet: Entscheidungen über Finanzen, medizinische Maßnahmen oder Wohnsituationen müssen mit dem Gericht abgestimmt werden. Auch bei Kindern gibt es oft falsche Vorstellungen. „Viele glauben, dass automatisch die Paten oder Angehörige das Sorgerecht übernehmen“, sagt Daniel Geyer. „Tatsächlich entscheidet zunächst das Familiengericht.“ Fehlt zudem ein Testament, greift automatisch die gesetzliche Erbfolge. Das kann dazu führen, dass Erbengemeinschaften entstehen oder Hinterbliebene bei Immobilien und Finanzierungen nur eingeschränkt handlungsfähig bleiben.
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